Betrieblich-gesundheitliche Hintergründe

Als Unternehmen ist man gemäß Arbeitsschutzgesetz in erster Linie für die Behebung gesundheitsgefährdender Arbeitsbedingungen zuständig - seit 2016 auch hinsichtlich psychischer Belastungen/Gesundheitsgefahren. Neben den betriebsärztlichen Verpflichtungen hat man damit sein Soll im Großen und Ganzen erfüllt.

 

Die Gesundheitsfürsorge am Mitarbeiter obliegt der ärztlichen/psychotherapeutischen Versorgung. Das Problem ist, diese greift nicht! Ärzte sind selbst erschöpft und finden sich in der Burnout-Hitliste auf Platz 2. Die Wartezeit auf eine Psychotherapie beträgt 6 Monate und wird ohnehin nur von 1/5 der Mitarbeiter in Anspruch genommen. Die Folgen davon tragen Sie als Unternehmer ...

Warum es Unternehmen betrifft ...

Körperliche Beschwerden

Nahezu jeden zweiten Mitarbeiter plagen Schmerzen am Bewegungsapparat – nur die Hälfte der Geplagten befindet sich diesbezüglich in Behandlung --> dies verursacht die meisten betrieblichen Krankheitsausfälle und AU-Kosten.

PSYCHISCHE Beschwerden

Fast jeder Zweite Mitarbeiter in bayerischen Betrieben fühlt sich müde und erschöpft - nur 1/5 davon ist in Behandlung --> es drohen langwierige Ausfälle in Form eines Burnouts.


Jeder Dritte hat Kopfschmerzen – nur etwa ¼ ist deswegen in Behandlung mit der Folge von Konzentrationsproblemen und einer höheren Fehlerquote.


Jeder Vierte hat Schlafstörungen – nur etwa ¼ ist deswegen in Behandlung mit der Folge von Konzentrationsproblemen tagsüber, einer erhöhten Unfallgefahr und der Gefahr von chronischen Erschöpfungssyndromen.


Jeder Fünfte fühlt sich niedergeschlagen – nur etwa 1/5 ist deswegen in Behandlung mit der Gefahr von Depression und langwierigem Krankheitsausfall bis zur Frühverrentung im Extremfall.


Zusammenhang Körper - Psyche

Die Wissenschaft der Epigenetik hat festgestellt, dass unser Gehirn unsere jeweilige Gefühlslage auf unseren Körper überträgt und zwar in Form sogenannter Transkriptionsfaktoren, die wie ein Dimmer unsere Gene aktivieren, woraus sich vielschichtigte körperliche Prozesse ableiten.

 

Auch von anderer Seite hört man, dass zwei Drittel der Beschwerdebilder und damit der AU stress- und belastungsabhängig sind. Dies lässt sich relativ einfach nachvollziehen ...

STRESS --> Unfallgefahr

Erschöpfung, Resignation oder Belastungssituationen machen uns unaufmerksam gegenüber unserer Umgebung. Wir laufen dadurch erhöhte Gefahr zu verunfallen

(= Platz 4 der AU).

Stress --> Psyche

Stress ist Hauptauslöser für Burnout. Burnout trägt neben Erschöpfung auch Züge einer Depression. Psychisch bedingte Krankheitsausfälle sind seit 2012 auf Platz 2 der AU - Tendenz steigend!

Stress --> Verspannung

Zwei Drittel der Symptome sind direkt und  indirekt stress- und belastungsabhängig: Wer gestresst ist, spannt automatisch Muskeln an, die bei dauerhafter Fehlspannung unseren Bewegungsapparat aus der Fassung ziehen. Wer dauerhaft resigniert oder sich den Umständen beugt, fördert mit zu laschem Muskeltonus gleichermaßen Symptome am Bewegungsapparat (= Platz 1 der AU).

Stress --> Immunsystem

Wer gerade down ist, hat nicht nur eine geknickte Körperhaltung, sondern auch ein weniger wachsames Immunsystem. Er wird leichtere Beute für Viren und Bakterien (Atemwegserkrankungen, Platz 3 der AU).


entspannen Sie sich, wir kümmern uns darum!